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SLÖ: Wer die Schule von der Bürokratie nicht entlastet, fährt die Bildungsreform in den Graben

 

Utl.: Bulant fordert administrative Entlastung für SchulleiterInnen und LehrerInnen.

 

„LehrerInnen und SchulleiterInnen sind seit Jahren einem Wertekonflikt ausgesetzt. Sie haben ihren Beruf gewählt, um für Kinder pädagogische Verantwortung zu tragen beziehungsweise die Schule weiterzuentwickeln“, zeigt Thomas Bulant, Bundesvorsitzender des SLÖ, auf.++++

 

„Besonders in den Pflichtschulen geraten sie immer mehr in die Sackgasse. Pädagogische Innovationen werden durch administrative Aufgaben für Bund, Länder und Gemeinden konkurrenziert. Ohne administrativen Support sind sie zur Schreibkraft, zum Buchhalter, zur Telefonistin, zur Datenpflegerin, zur Softwareentwicklerin geworden.“ Fast 80 Prozent ihrer Arbeitszeit müssen SchulleiterInnen mit bürokratischen Aufgaben verbringen. Ihnen bleibt für den pädagogischen Support der Kinder, der LehrerInnen und Eltern kaum Zeit.

 

Laut Bulant ist daher gerade an Standorten, wo die pädagogischen Herausforderungen größer werden, die Schulqualität gefährdet. Bulant fordert von der Politik: „Wenn die Bildungsreform den Spielraum für SchulleiterInnen erhöhen möchte, ermöglicht ihnen wieder pädagogische LeiterInnen zu sein und lagert die überbordende Bürokratie auf andere Kräfte aus! Autonomie am Standort muss heißen, sich für die Pädagogik anstelle der Schulverwaltung entscheiden zu können!“